Ohne Kultur geht bei mir nichts!

Freitag bis Sonntag sind meine Kulturtage, an denen ich sehr gerne Ausstellungen, Konzerte oder Theater- und Opernvorstellungen besuche. Höhepunkte des Kulturjahres 2017 waren für mich der Besuch des Karl-Marx-Hauses in Trier oder der Besuch des Gorki-Theaters in Berlin zu einem Gastspiel aus Israel. Bei uns in der Gemeinde beeindrucken mich immer wieder die Bilder von Gottfried Weider aus Wustermark sowie die Fotos der vierzehnjährigen Marie Braeschke aus Elstal. Von Jörg Brinkmann aus Elstal hängt sogar ein Aquarell in meinem Büro und von Michael Lachmund aus Priort steht ein Kunst-Geschenk in meinem Badezimmer. Außerdem blieb mir für 2017 wie jedes Jahr das Ballett „Der Nußknacker“ in der Deutschen Oper Berlin besonders in Erinnerung. Folgend ein Auszug kultureller Höhepunkte aus meinem Leben.

04. August 2018: Widerstandsgruppe Rote Kapelle in Berlin-Lichtenberg

Die Woche endet mit Kultur: An diesem Sonntagnachmittag spazierte ich durch den Berliner Bezirk Lichtenberg und entdeckte zwei Denkmale, welche die Erinnerung an die Widerstandsgruppe Rote Kapelle aufrecht erhalten. Dass es diese Denkmale überhaupt (noch) gibt, überraschte mich sehr. Sie sind ein Beispiel für den differenzierten Umgang mit Geschichte. Außerdem zeigen sie, wie unterschiedlich ein Denkmal aussehen kann. Das eine mit klassischen Gedenktafeln und einer, an einen Ehrenhain erinnernden, Bepflanzung, das andere freistehend, mit modernen Materialien und einer eher abstrakten Gestaltung.

19. Juli 2018: Ausstellung zu Nelson Mandela in Berlin

Die Ausstellung “100 Jahre Nelson Mandela - Sein Jahrhundert, welches Erbe?” der Nelson-Mandela-Foundation, die anlässlich des 100. Geburtstag von Nelson Rolihlahla Mandela in dieser Woche in der Berliner Rosa-Luxemburg-Stiftung eröffnet wurde, zeigt das vielseitige und nicht immer widerspruchsfreie Leben und Wirken Mandelas. Nelson Mandela gilt wie kein anderer als Schlüsselfigur der Anti-Apartheid-Bewegung in Südafrika. Mit seiner konsequenten Politik der Versöhnung prägte er in hohem Maße den Übergang zu einem demokratischen Südafrika. Im Anschluss an die Eröffnung, die durch Grußworte des südafrikanischen Botschafters und der Vorstandsvorsitzenden der RLS sowie stimmungsvolle afrikanischer Musik einen feierlichen Rahmen bekam, gab es eine Podiumsdiskussion über das Erbe Mandelas.

15. Juli 2018: Erkundungstour durch Eisenhüttenstadt

An diesem Sonntagvormittag machte ich einen ausgedehnten Spaziergang durch Eisenhüttenstadt, einer am Reißbrett entstandenen Planstadt aus den 1950er Jahren. Die sehr saubere und begrünte Stadt mit ihren großen Straßenfluchten und einer teilweise herrlich sanierten 50er Jahre Wohnbebauung, überraschte mit vielen kleinen Kunstwerken im Straßenbild. Bronzestatuen, Wandbilder und Ornamente an den Wohnhäusern, machten meinen Spaziergang zu einer wahren Entdeckungstour.

Ende Juni 2018: Besuch des Robert-Schumann-Hauses in Zwickau

Die Woche endet mit Kultur: Das Robert-Schumann-Haus in Zwickau fand kürzlich meine tiefe Bewunderung. Inhaltlich hoch interessant und sehr aussagekräftig sowie in der Art der Gestaltung authentisch und liebevoll hergerichtet - so kann man die Dauerausstellung im restaurierten und regelmäßig für Konzerte genutzten Haus des Komponisten und Dirigenten Robert Schumann bezeichnen. Schumann, der 1810 in Zwickau geboren wurde, hinterließ ein facettenreiche musikalisches Werk, welches bis heute Menschen in aller Welt begeistert. Ich bin einer davon.

17. Juni 2018: Auf Spurensuche in Dallgow-Döberitz

Die AG Junge Historiker aus dem Osthavelland begab sich neulich auf Spurensuche, um den sog. “Löwen von Döberitz” auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes Dallgow-Döberitz zu finden. Nach längerer Suche fanden wir das Denkmal bzw. was davon übrig ist. Wir waren selbst erstaunt, wieviel wir noch rekonstruieren konnten. Erste Ideen zur Sicherung der Denkmalsreste haben wir bereits. Mal sehen was wir noch tun können. Die Chance nutzten wir außerdem, um auch das alte Schwimmbad fotografisch festzuhalten, welches sich am Fuße des Denkmals dahin streckte.

22. Mai 2018: Königliches Porzellan in Dresden

Diese Urlaubswoche startet mit Kultur: Obwohl ich die Porzellansammlung August des Starken im Dresdener Zwinger schon einige Male gesehen habe, bin ich immer wieder von den künstlerischen Fertigkeiten der chinesischen Modelleure beeindruckt. August der Starke muss es auch gewesen sein, sonst hätte er wohl nicht so viele Vasen, Schalen und Teller einschiffen lassen.

20. Mai 2018: Offenes Atelier in Priort

Die Woche endet mit Kultur: Dieser Sonntag führte mich mit einer lieben Freundin ins Offene Atelier des Priorter Künstlers Michael Lachmund. Dieses Jahr freute ich mich besonders über die Einladung, da der Künstler eine schwere Krankheit überwunden hat und nun wieder voller Lebensmut die Welt mit seiner Kunst begeistert. Aussagekräftige Metallskulpturen, klassische Aquarelle und farbenfrohe Bilder gab es an allen Wänden seines Ateliers und in der Künstlerwerkstatt zu sehen. Sogar Rosa Luxemburg war dabei. Fast 100 Leute folgten über den Tag verteilt seiner Einladung. Neben einem reichhaltigen Kuchenangebot des Priorter Memoria Vereins, genoss ich die vielen Gespräche mit Bekannten und Freunden im sonnigen Garten des Künstlers.

6. Mai 2018: Militärgeschichtliche Tour in Krampnitz

Die Woche endet mit Kultur: Den sonnigen Sonntag nutzte ich, um mit zwei Historiker-Freunden aus Priort in Potsdam-Krampnitz an einer Führung durch eine ehemaligen Militärliegenschaft der Wehrmacht bzw. später der sowjetischen Streitkräfte teilzunehmen. Das ganze Areal soll zu einem Wohngebiet umgebaut werden und wird danach nicht wiederzuerkennen sein. Insofern nutzte ich die Chance, um ein paar Fotos aufzunehmen und die Eindrücke dieses versunkenen Ortes auf mich wirken zu lassen.

18. Februar 2018: Ein Konzertbesuch in Priort

Die Woche endet mit Kultur: Heute durften wir einem wunderbaren Konzert, umrahmt mit 13 Gedichten von Erich Kästner, in der Priorter Kirche lauschen. Stilvoll und amüsant gaben die zwei Musiker Einblicke in ihr Repertoire. Die fast volle und hübsch hergerichtete Kirche bot dafür einen würdevollen Rahmen.

4. Februar 2018: Der Park Sanssouci in Potsdam

Die Woche endet mit Kultur: Das klare kalte Wetter habe ich genutzt, um einen Spaziergang durch den Park Sanssouci in Potsdam zu machen und den Kopf frei zu bekommen. Jede Jahreszeit lässt diese schöne Parkanlage, an deren Rand ich jahrelang studiert habe, anders wirken. Die Sonne tauchte dieser Tage alles in wunderbar warmes Licht, die ersten Frühlingsblumen ließen schon ihre Triebe aus der noch fast gefrorenen Erde gucken und viele Sonnensucher reckten ihre Nasen an allen Winkeln des Parks in den Himmel. Ruhig und friedlich war es.

21. Januar 2018: Besuch des Bröhan-Museums in Berlin

Die Woche endet mit Kultur: Das Bröhan-Museum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus in Berlin Charlottenburg ist ein wahrer Hochgenuss in Sachen angewandter und dekorativer Kunst aus der Zeit um 1900 bis 1930. Besonders erfreute ich mich an den formstarken und farbintensiven Vasen, den eleganten und extravaganten Möbeln aus seltenen Materialien sowie den ausdrucksstarken Plakaten und Zeichnungen.

13. Januar 2018: Denkmale in Berlin entdeckt

Die Woche endet mit Kultur: "Vergessene Denkmale" könnte die kleine Tour genannt werden, die ich am Wochenende rund um den Alexanderplatz unternahm. Erinnerungstafeln, Brückenmedaillons und Gedenksteine, an denen täglich tausende Touristen und Einheimische eher achtlos vorbeigehen, wollten wir erkunden. Bronze, Sandstein, Acryl, Beton, Granit und Eisen waren die Materialien, die uns dabei begegneten.

Die Rechersche im Internet brachte auch nachträglich noch viele weitere Informationen.

07. Januar 2018: Kinderbuch-Ausstellung in Beeskow

Die Woche endet mit Kultur: Auf der Burg Beeskow wird derzeit eine einmalige Ausstellung zu Kinderbüchern in der DDR gezeigt. Sehen, anfassen, hören - Die Ausstellung kann auf unterschiedlichen Wegen erkundet werden. Staunen und schmunzeln gibt es inklusive. Was für eine tolle Ausstellungsidee.

11. Dezember 2017: Tschernobyl-Bilder in Rathenow

Die Woche startet mit Kultur: Eröffnung der Ausstellung “Zerstörtes Leben - verlorene Welt” von Andrea Johlige im Kulturzentrum Rathenow. Bewegende Fotos von der Stadt Pripyat in der Sperrzone von Tschernobyl. Mit dabei Jörg Schönberg, Daniel Golze und Karl-Reinhold Granzow.

18. November 2017: Eine Lesung in Priort

Die Woche endet mit Kultur: Die Buchautorin Karin Ann Müller aus Münster kam zu ihrer allerersten Lesung ins brandenburgische Priort nach Wustermark. Dort laß sie aus ihren Büchern “Das Lied des Prinzen”, “Tadamun - Für immer Verbunden” und “Liebe, Magie und der Geruch nach Feuer”. Die vielen Fragen des sehr interessierten Publikums beantwortete die Autorin, die seit ihrem 12. Lebensjahr schreibt, so professionell und sympathisch, als ob sie wöchentlich Lesungen anbieten würde. Dabei schreibt die Hausfrau und Mutter nur, wenn ihr danach ist, versinkt aber dann ganz und gar in die Phantasiewelt ihrer Romane.

15. Oktober 2017: Besuch einer Finissage in Prieros

Die Woche endet mit Kultur: „Alles Wasser“ heißt eine Ausstellung im Kultur- und Tourismuszentrum Prieros in der brandenburgischen Gemeinde Heidesee, die heute mit einer gut besuchten Finissage endete. Drei Künstler*innen stellten Malerei und Fotografie aus und ein vierter musizierte dabei. Mit dabei Petra Pitt, eine regionale Kulturgröße, die nicht nur malt und fotografiert, sondern auch moderiert und singt. Ohne solche lokalen und dezentralen Kulturinitiativen, wäre Brandenburg für mich weniger lebenswert.

10. September 2017: Ausstellung zur Geschichte der Raumfahrt in Berlin

Die Woche endet mit Kultur: Noch bis zum 25. September kann im Foyer des ND-Hauses am Franz-Mehring-Platz 1 in Berlin eine sehr tolle Ausstellung über den ersten Menschen im Weltraum, den Kosmonauten Juri Gagarin, sowie die jüngere Geschichte der Raumfahrt, bestaunt werden. Die Ausstellung wurde von der Rosa-Luxemburg-Stiftung gestaltet. Neben zahlreichen Fotos und Plakaten gibt es auch einen großen Sputnik aus dem Haus der russischen Wissenschaften und Kultur zu sehen.

3. September 2017: Metallkunst aus Priort

Die Woche endet mit Kultur: Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Ateliers von Michael Lachmund waren heute verschiedene Ausstellungen in Priort zu sehen. Papier- und Metallkunst der besonderen Art, für draußen und drinnen, in groß und klein.

16. Juli 2017: Das Karl-Marx-Haus in Trier

Die Woche endet mit Kultur: Heute Vormittag hatte das Karl-Marx-Haus in Trier meine ganze Aufmerksamkeit. Modern, lehrreich und in der Wahrnehmung der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, die das Haus betreibt.

2. Juli 2017: Kirchentour im Osthavelland

Die Woche endet mit Kultur: Fahrradtour von Kirche zu Kirche im Osthavelland. Mit aufschlussreichen Gesprächen und vielen wissenswerten Informationen zu Kirchen und Gärten.
Elstal - Wernitz - Nauen - Markee - Markau - Wernitz - Elstal

25. Juni 2017: Besuch des Pfarrhoffestes in Wustermark

Die Woche endet mit Kultur: Das Pfarrhoffest in Wustermark lockt mit Livemusik, Ausstellungen und Gesprächen über die Reformation. Viele liebe Menschen habe ich hier getroffen und nun kann die Woche ausklingen.

18. Juni 2017: Bildhauerinnenarbeiten in Beeskow

Die Woche endet mit Kultur: In der Sonderausstellung „Bildhauerinnen!“ gewährt das Kunstarchiv Beeskow einen besonderen Einblick in seinen Bestand. Erstmals sind ausschließlich Plastiken zu sehen, die von Künstlerinnen in der DDR geschaffen wurden. Eine vielseitige und vor allem lange ersehnte Ausstellung!

12. Februar 2017: Besuch der Kunshalle in Rostock

Der Sonnabend endete mit Kultur: In der Kunsthalle Rostock ist derzeit eine wunderbare Ausstellung über die DDR-Modezeitschrift "SIBYLLE" (1956-1995) zu bestaunen. Trotz einiger inhaltlicher Schwächen, eine sehr zu empfehlende Ausstellung.

8. September 2016: Ausstellung zu DDR-Betrieben in Nauen

Heute: Ausstellungseröffnung in der "Galerie am Blauen Haus" in Nauen zum Thema "DDR-Betriebe und ihre Menschen in Nauen". Gestaltet vom Nauener Heimatverein. Ein Besuch lohnt sich, wenn einen interessiert, wie Oma und Opa gearbeitet haben.

6. März 2016: Das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin

Die Woche endet mit Kultur: Berührende Kunst habe ich heute im Käthe-Kollwitz-Museum Berlin gesehen. Armut, Frieden, Kinder-Themen, die auch heute aktuell sind. Ein Besuch lohnt sich.

19. Dezember 2015: Ausstellung zur Arbeitswelt in Dresden

Selten war ich so beeindruckt und berührt von einer Ausstellung: Die Ausstellung "Arbeit! Ostdeutsche Arbeitswelt im Wandel 1945-2015", im Tagungszentrum der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Königsbrücker Landstraße 2 in 01109 Dresden, übertraf viele meiner Erwartungen. Die Ausstellungsmacher haben eine so facetten- und inhaltsreiche Ausstellung geschaffen, dass ich nur allen Interessierten einen Besuch empfehlen kann. Weitere Infos dazu unter:
http://www.kulturstudien-dresden.de/crbst_13.html