Historisches im Havelland

Bei Recherchearbeiten zum ehemaligen Kriegsgefangenenlager Dyrotz entdeckte ich im Juli 2018 in einer privaten Gartenanlage in Dyrotz den Gedenkstein des Wachtkommandos des Kriegsgefangenenlagers. Seit dem ersten Tag der „Inbetriebnahme“ des Lagers zierte er vor dem Hauptgebäude den Appellplatz der Wachmannschaften. Mein Einsatz bei den Eigentümer*innen des Gartens und beim Bürgermeister haben sich gelohnt, denn inzwischen ist der Stein gesichert und auf ein kommunales Grundstück verbracht worden. Im November 2018 soll er zusammen mit einer Gedenktafel öffentlich wieder aufgestellt werden. Er wird wohl das letzte Relikt, des nicht nur in Dyrotz fast vergessenen Kriegsgefangenenlagers und seiner Internierten während des Ersten Weltkrieges sein.

Im Januar 2018 hole ich für den  Verein Historia Elstal e.V. die Ausstellung “Terror in der Provinz Brandenburg. Frühe Konzentrationslager 1933/34” an die Oberschule Elstal. Es ist eine Wanderausstellung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten sowie der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen. Die Ausstellung soll die Schüler*innen über die Zeit des Nationalsozialismus aufklären. 

An der Bundesstraße 5, die den ganzen Landkreis Havelland einmal quer durchschneidet, steht unter anderem auf der Höhe Elstal ein alter Postmeilenstein. Mir ist wichtig, dass dieser zur 100-Jahr-Feier von Elstal im September 2018 gesichert und restauriert ist. Daher lud ich für den Verein HISTORIA Elstal e.V. im Oktober 2017 einen Experten ein, der uns Informationen zu dem Stein geben konnte und regte innerhalb des Vereins die Rettung des Postmeilensteines an.

Anfang 2017 erschien ein Essay von mir über den havelländischen Widerstandskämpfer Oskar Sander in einer bundesweiten Zeitschrift für historische Studien.

Vor vielen Jahren rettete ich Fotonegative eines ehemaligen Fotozirkels aus Falkensee. Im Jahre 2016 hatte ich die Zeit gefunden, mich mit den Fotos zu beschäftigen und eine Ausstellung dazu zu organisieren.

In den Jahren 2009, 2010, 2011 und 2015 stellte ich dem Museum Tremmen Exponate aus meiner Sammlung für Ausstellungen zur Verfügung.

Zwischen 2006 und 2013 organisierte ich im Rahmen des Wettbewerbs “Zivilcourage vereint”  mehrere Geschichtsprojekte mit unterschiedlichen Schulen im Havelland. Der Wettbewerb soll vor allem die ganz persönliche Auseinandersetzung der Jugendlichen mit historisch wichtigen Themen fördern. Die Bedeutung des Einstehens für Toleranz und Demokratie auch in der Gegenwart sind dabei genauso wichtig, wie das Bewusstsein für historische Zusammenhänge und ihre kritische Reflexion.

Jedes Jahr erscheint ein Heimatjahrbuch der Stadt Falkensee. Darin werden lokalgeschichtliche Forschungsergebnis publiziert. Bereits zwei Beiträge steuerte ich in den Jahren 2007 und 2010 bei.

Regelmäßig werden im Havelland Stolpersteine verlegt. Einige Jahre gehörte ich der Vorbereitungsgruppe für die Verlegung von Stolpersteinen in Falkensee an. 2008 und 2009 habe ich zu zwei Stolpersteinen, die in Falkensee verlegt wurden, recherchiert.